Tipps & Tricks

Tipps & Tricks wider die Tücken des Alltags

Wer kennt sie nicht, die Tücken des Alltags? Manchmal helfen ganz einfache Tipps und Tricks (auf Neudeutsch auch "Life Hacks" genannt) dagegen. Hier ist eine kleine Sammlung solcher Notlösungen. Alle sind ausprobiert und alle funktionieren!

Haus & Hof:

- Wenn dir bei Sturm ständig der Deckel von der Regentonne wegfliegt, dann leg’ um die Tonne herum eine an der Wand befestigte Kette. In die Kettenglieder kann dann mit Karabinerhaken ein quer über den Deckel führender Gurt (bspw. der Schultergurt von einer ausrangierten Reisetasche) eingehakt werden und der hält den Deckel auch bei Sturm sicher fest.
- Wenn du bspw. auf einem Flurteppich eine gummierte Fußmatte liegen hast, die sich ständig sonstwo hinschiebt, dann besorg’ dir vom Baumarkt-Grabbeltisch selbstklebendes Klettband. Zwei Klettstreifen auf der Unterseite der Fußmatte platziert und es verschiebt sich nichts mehr.
- Wenn vom sommerlichen Grillen noch Restkohle in der Grillschale übrig ist und du über einen Holz-Kohle-Herd verfügst, dann wirf’ die Restkohle nicht weg! Gib’ sie in ein Gefäß wie z. B. eine Holzkiste und stell’ sie an einen trockenen Ort. So wird nach und nach gesammelt. Letztlich kannst du diese Reste in den besagten Herd geben und noch zum Heizen verwenden.
- Eine einfache Notlampe erhält man, wenn man am Handy die Taschenlampe einschaltet, es mit der nach oben zeigenden Lampe hinlegt und auf die Lampe eine gefüllte, klar-durchsichtige PET-Wasserflasche stellt. Das leuchtet dann den ganzen Raum aus.
- Wenn der Wind dir die Tischdecke runterweht, dann vergiss’ die Minigewichte mit den Klammern dran. Nimm’ Küchen-Kühlschrank-Magnete und setze auf die Innenseite der Tischdecken schwere Plättchen. Dann muss der Wind den Tisch umwehen, bevor die Tischdecke verloren geht.
- Wenn in deiner Mülltonne immer was drin bleibt und im Winter u. U. sogar festfriert, so dass die komplette Leerung nicht mehr möglich ist, dann mach’ die Tonne einmal richtig sauber und lass’ sie trocknen. Anschließend den Tonnenboden mit ein paar Zeitungslagen auslegen. Dann hängt nichts mehr an. Warum? Die Zeitungen saugen etwaige und zum Festbacken führende Feuchtigkeit auf.
- Wenn der Klodeckel beim Hochklappen mit lautem Geräusch an die Wandfliesen dahinter schlägt, dann bringe an der höchsten Stelle (da, wo der Deckel die Fliesen berührt) einen winzigen, selbstklebenden Filzgleiter, wie man sie für Tisch- oder Stuhlbeine verwendet, an. Das wirkt wahre Wunder und das laute Klappen gehört künftig der Vergangenheit an. Und sollte der Filz irgendwann mal vollgeschmuddelt sein, dann wird er einfach ausgetauscht.
- Handelsübliche 40cm-Haken, mit denen man bspw. Torflügel gegen das Herumschlagen durch den Wind sichern kann, weisen i. d. R. aus unerfindlichem Grund am Schreibtisch entstandene Befestigungsösen mit niedlichem 5*30mm-Gewinde auf. Das reißt beim ersten, noch moderaten Windstoß bereits aus der Wand. Um daraus eine sichere und haltbare Befestigung zu machen wird die Schrauböse mit dem Gewinde abgesägt, so dass nur noch der nackte Haken mit seiner Befestigungsöse übrig bleibt. In der Wand dann eine Schrauböse von mindestens 8*80mm (besser 10*100mm) verankern und die mittels Karabinerhaken mit der Öse des 40cm-Hakens verbinden. Das hält dann auch!
- Wenn du Regenwasser gefiltert auffangen willst, dann besorg’ dir einen Wasserpflanzen-Pflanzkorb und mache in den Deckel der Regentonne einen dafür passenden Ausschnitt. Den Pflanzkorb mit einem alten Tuch auslegen und das Regenwasser dann durch das Tuch hindurch in die Tonne laufen lassen: Beste Filterwirkung!
- Dichtungsringe sind gut zum Verdoppeln des Platzes von Kleiderbügeln. Einfach über den Haken des oberen Kleiderbügels einen Dichtungsring fädeln und an den dann einen zweiten Kleiderbügel hängen.
- Wenn ein Vorleger aus Textil oder Holz auf Fliesen wie bspw. im Bad hin und und her rutscht, dann eine passend zugeschnittene Anti-Rutsch-Matte für den PKW-Kofferraum drunterlegen. Danach rutscht nichts mehr.
- Wenn die Schuhe nach längerem Tragen müffeln, dann hilft es manchmal (nicht immer), da Babypuder als Geruchskiller reinzugeben.
- Wenn du deine Beleuchtung gegen LED-Leuchtmittel austauschen willst (was wirklich ganz enorm Stromkosten einspart!), dann berücksichtige die 200-400-800-Faustregel zur Angabe der Lichtleistung in Lumen. 200lm kannst du gleich liegenlassen, denn das sind Taschenlampen bzw. als Raumbeleuchtung trübe Funzeln. Für mehrflammige Lampen nehme man mindestens 400lm und für Solitärlampen 800lm.
- Wenn du ganz sauberes Regenwasser brauchst, dann kannst du die Schwebstoffe mit Tapetenkleister zum schnellen und gründlichen Absinken bewegen. Geht so: Ein leeres Honigglas mit Wasser füllen und darin ein Messerspitze Tapetenkleister auflösen (weniger ist mehr). Davon ein bis zwei Schnapsläser voll in die volle Regentonne einrühren. Nach zwei Tagen steht oben glasklares Wasser. Warum das funktioniert? Die in der Trinkwasseraufbereitung eingesetzen, industriellen Flockungshilfsmittel und Tapetenkleister sind chemisch sehr eng miteinander verwandt. Du kannst das Regenwasser danach immer noch für alles verwenden (Aquarium usw.).
- Wenn du durch ein Fenster fotografieren willst, dann setze das Objektiv unmittelbar auf die Scheibe bzw. befeuchte im Falle einer Gummi-Gegenlichtblende deren Ränder mit etwas Speichel, so dass die wie ein Saugnapf auf der Scheibe klebt. Dadurch vermeidest du störende Spiegelungen, die sich praktisch nicht wegretuschieren lassen.
- Wenn die Regentonne im Winter vor dem Platzen geschützt werden soll, dann hilft ein hölzerner und in das Wasser getauchter Stock für ‘ne knappe Woche bei Temperaturen bis etwa minus zehn Grad. Um den Stock herum bleibt ein eisfreies Loch übrig und die zum Platzen der Tonne führende, geschlossene Eisschicht kann sich nicht bilden. Langfristig ist das allerdings keine Lösung. Dieser Trick dient lediglich zum Überbrücken von kurzen Kälteperioden.
- Wenn du einen Holzofen befeuern musst, dann packe unten das zerkleinerte, leicht brennbare Material hin und darüber den dicker werdenden Brennstoff, ganz oben auf ein Brikett. Campinggas-Brenner drangehalten und es läuft. Solltest du keinen Campinggasbrenner haben, dann nimm’ ganz unten mit flüssigem Grillanzünder (aber KEIN Spiritus oder Benzin, weil das explodiert) getränkte Sägespäne. In dem Falle reichen meist auch Feuerzeug oder Streichholz.

Reinigungsarbeiten:

- Wenn du einen Grillrost saubermachen willst, dann leg’ den ausgekühlten Rost draußen auf Zeitungspapier und bestreue ihn mit Natriumcarbonat (Soda) oder Backpulver (Natron). Eine zweite Zeitung drüber legen und mit Steinen beschweren, damit nichts wegweht. Anschließend Wasser drüber gießen und über Nacht einweichen lassen. Am nächsten Tag geht alles wie von selbst ab.
- Wenn Erbrochenes aus einem Polster entfernen musst, dann nimm’ dazu den Enteiser für Autoscheiben. Funktioniert um Welten besser als alles andere!
- Nur bei Glas: Wenn das Klebeetikett um’s Verrecken nicht abgehen will, dann nimm’ einen Topfkratzer aus Metall (Stahlschwamm) dazu: Damit geht’s!
- Katzenhaare auf Textilien oder Polstermöbeln entfernst du am effektivsten, wenn du Klebeband mit der Klebeseite nach außen um die Hand wickelst und dann die betroffenen Stellen einfach abtupfst. Funktioniert um Welten besser als Fusselrolle und Staubsauger. Aber keine Angst: Dein felider Hausherr wird mit absoluter Sicherheit für hinreichenden Nachschub sorgen!
- Wenn ein Waschbecken mit Fett oder Öl versaut worden ist (manche Klempner können das richtig gut) und das Zeug nicht abgeht, dann reichlich Backpulver drüber schütten und möglichst lange einwirken lassen. Damit bekommt man den Schmierfilm runter!
- Wenn du ein Möbelstück hast, bei dem sich zwischen Möbel und Fußboden nur ein schmaler Spalt quasi als “Staubsammler” befindet, dann nimm’ einen Blasebalg (bspw. zum Aufpumpen von Luftmatratzen) und puste den Staub damit hervor, so dass der aufgesaugt werden kann. Aber erschrick’ nicht über die Wolke, die da zum Vorschein kommen kann!
- Wenn du im Süßwasser-Aquarium ein Schneckenproblem haben solltest, dann besorg’ dir mindestens zwei Exemplare der indonesischen Raubschnecke Clea helena und gib’ sie ins Becken. Nach spätestens einem halben Jahr hat sich das Schneckenproblem auf biologische Art erledigt. Funktioniert zuverlässiger als jede Chemie.

Pflanzen & Garten:

- Wenn du Pflanzen im Frühjahr in der Fensterbank vorziehen willst, dann bereite die Töpfe dafür am besten schon im Herbst vor, und zwar mit einer Mischung von einem Drittel möglichst trockener Komposter- und zwei Drittel Blumenerde (bei Chili und Paprika 1:1). Die Töpfe wandern dann den Winter über in den dunklen Keller, damit darin kein Unkraut keimen kann. Wenn man sie braucht einen Tag lang an die Temperatur anpassen lassen und anschließend mit dem Saatgut beschicken.
- Wenn du bei Pflanzen einen Befall durch die “Weiße Fliege” feststellst, dann hilft dagegen ein Zigarettenkippen-Auszug von 10-20 Stck./l Wasser, 2-3d ziehen gelassen. Drei Tage lang mittels Zerstäuber die Pflanzen einmal täglich damit besprühen und zusätzlich noch die Erde mit der Asche bepudern. Hilft garantiert; ggf. nach zwei Wochen noch einmal wiederholen.
- Wenn dir eine Pflanze im Topf bspw. binnen zwei Urlaubswochen ziemlich komplett vertrocknet ist und nach Wegwerfen aussieht, dann hilft es manchmal, sie zu “reanimieren”. Dazu besagte Pflanze samt Topf in einen Eimer stellen und den bis zur Topfoberkante mit Wasser füllen. So etwa nach einer Woche zeigt sich, ob noch Leben in dem Grünzeug ist.
- Wenn du Rosen züchten willst, dann setze die hellen Sorten an sonnige und die dunklen Sorten an schattige Stellen. Weil dunkle Blütenblätter die Wärme des Sonnenlichts nicht abstrahlen können und deren Pflanzenzellen dann bei Sonneneinstrahlung im eigenen Rosenöl fritiert werden würden.
- Wenn du Tomaten ziehen willst, dann nimm’ eine sehr reife Tomate (gerne auch schon aufgeplatzt), schneide die in vier Scheiben und gib’ die Scheiben auf die Erde in Blumentöpfen. Anschließend dünn mit Erde bedecken und sparsam angießen: Funktioniert meist besser als teures Saatgut.
- Wenn du wirklich erstklassiges Chili-Saatgut, gerade die scharfen Sorten betreffend, haben willst, dann bestell’ dir per Internet frische Früchte. Was davon in brauchbarem Zustand ankommt entkernen und die Samen zwei Wochen lang auf Küchenpapier in der Fensterbank trocknen. Im März zunächst drinnen im Blumentopf einsetzen. Die entkernten Chilis dagegen kleinschneiden, so dass sie portionsweise entnommen werden können, und einfrieren.
- Wenn deine Zimmerpflanzen wuchern sollen, dann stecke einen Reineisen-Hufnagel (keinen anderen Nagel!) in die Erde eines jeden Topfes und gieße mit dem Wasser vom letzten Wasserwechsel im Aquarium. Aber kauf’ dir vorher eine Heckenschere!
- Wenn du Aralien oder Philodendren zum Blühen bringen willst, dann drücke den schmierig-ekligen Filterinhalt vom Aquarienfilter direkt über dem betreffenden Blumentopf aus.

Auto & Fahrrad:

- Wenn du im Auto mit Marderverbiss rechnen musst, dann nimm’ Trinidad Moruga Scorpion als Soße. Die auf einen Lappen geben und damit dünn Kühlwasserschlauch und Kabel abreiben (unbedingt Handschuhe tragen!). Ein Marder beißt anschließend nur noch einmal zu; danach hat er seine Lektion für den Rest des Lebens gelernt. BTW: In Kenia dient die Soße der Elefantenabwehr.
- Gegen zugefrorene Autoscheiben im Winter hilft das Spray zur Insektenentfernung vom Sommer. Funktioniert mindestens genauso gut wie der Enteiser. Das habe mal anlässlich einer Verwechslung festgestellt.
- Wenn du im Winter bei der Füllung für die Scheibenwaschanlage bares Geld sparen willst, dann kaufe die Füllung mit dem Frostschutz bis -60°C. Einfach 1:1 mit Wasser verdünnen und du hast die Minus-30°C-Variante, dabei aber die doppelte Menge für gleiches Geld.
- Wenn du im Auto einen Halter für Zettel o. ä. auf dem Armaturenbrett benötigst, dann geht nichts über die gute alte, mit Patafix aufgeklebte Holzwäscheklammer. Hält um Welten besser als jede käufliche Plunder-Klammer aus Plastik und geht auch bei hochsommerlichen Temperaturen nicht ab!
- Wenn man Gefahr läuft, dass die Gummidichtungen der Autotüren im Winter anfrieren, dann reibe man die mit Glyzerin, Polyethylenglykol oder Ballistol ein. Danach friert nichts mehr an!
- Wenn deine Garage knapp bemessen ist und du nicht weißt, wie weit du noch reinfahren kannst, dann lege dort, wo die Räder zum Stillstand kommen müssen, zwei Kanthölzer hin. Du bemerkst es, wenn die Räder dagegen stoßen und kannst den Motor abstellen.
- Wenn die Handgriffe vom Fahrradlenker mal gewechselt werden müssen, dann nimm’ eine stabile Nadel und führe die zwischen Plastik und Metall, so dass entlang der Nadel Waschbenzin eingefüllt werden kann. Dadurch werden die alten Griffe gleitfähig und lassen sich leicht abziehen. Die neuen Griffe anschließend kurz mit Waschbenzin auspülen und noch nass auf den Lenker stecken.
- Wenn ein Eispanzer deine Windschutzscheibe bedeckt, dann verteile etwas Spiritus oder Scheibenwaschanlagen-Frostschutz auf der Scheibe (geht am besten mit ‘nem Zerstäuber), lass’ es ein paar Minuten einwirken und versuch’s dann nochmal mit dem Eiskratzen. Dann löst sich das Zeug.
- Wenn dich die herbstliche Feuchtigkeit im Auto nervt, dann pack’ einen Sack mit Katzenstreu in den Kofferraum und versehe den Sack mit vielen, kleinen Luftlöchern. Das Katzenstreu nimmt nicht nur die Feuchtigkeit auf, sondern dient obendrein bei Glätte und vor die Räder gestreut auch noch als Anfahrhilfe.

Computer, Handy, Elektronik:

- Funktioniert zwar nicht immer, ist aber immer den Versuch wert: Wenn dein Tintenstrahldrucker billige No-Name-Patronen nicht akzeptiert, du aber noch (leere) Originalpatronen hast, dann nimm’ mit einem scharfen Messer vorsichtig den Chip von der Originalpatrone ab und klebe ihn mit wenig Klebstoff auf die No-Name-Patrone auf. Danach wird die erkannt und unterstützt. Das kann man sogar mehrfach mit dem gleichen Chip machen.
- Wenn du damit rechnen musst, von einem Regenschauer durchnässt zu werden und elektronische Geräte (Handy, Kamera, MP3-Player, USB-Stick etc.) mit dir führst, dann verlängern kleine Plastikbeutel, die quasi als “Regencape” um besagte Geräte geschlungen werden, deren Lebenszeit beträchtlich.
- Tastaturen stauben ein, verdrecken … und lassen sich doch ganz einfach binnen Sekunden reinigen. Benötigt werden PostIt-Zettel und Druckluft. Zuerst ein PostIt abziehen und mit dessen Klebeseite zwischen den Tasten entlang gehen. Fussel, Dreck etc. bleiben am Haftstreifen kleben. Das für jede Tastenreihe durchführen. Anschließend den Feinstaub aus etwas Entfernung mit Druckluft ausblasen.
- Wenn DVDs oder CDs “springen”, dann kann es am Staub auf dem Abtastlaser liegen. Mit Druckluft aus der Dose (ölfrei!) ausblasen und es funktioniert wieder!
- Wenn du ein Gerät mit Speicherkarten hast und da die größtmögliche Speicherkarte einsetzt, dann gibt’s oftmals Probleme mit dem Erkennen besagter Karte. Nimm’ in solchen Fällen immer die schnellste Karte, die du kriegen kannst (auch wenn sie teurer ist), denn das minimiert das Erkennungsproblem.

Renovieren, Heimwerken, Reparieren:

- Wenn du Stoff für eine zu kräuselnde Gardine kaufen musst, dann beträgt dessen Breite ungefähr das Dreifache der Gardinenleiste (nicht der Fensternische, denn die Gardinenleiste ist ja breiter!).
- Wenn bei einer deiner Umhängetaschen oder bei deinen Sandalen eine Schnalle gebrochen ist, dann ersetze das kaputte Teil einfach durch einen Schlüsselring und schon funktioniert’s wieder!
- Stabile Gummiringe in beliebiger Breite lassen sich leicht durch das Zerschneiden eines Fahrradschlauches anfertigen.
- Superkleber ist dünn wie Wasser und daher nicht spaltfüllend. Streut man auf den frisch aufgebrachten Superkleber aber Backpulver, dann härtet das sofort als größere Masse aus: In mehreren Arbeitsgängen durchaus spaltfüllend, so dass sich auf diese Weise auch Gegenstände verkleben lassen, deren Kontaktflächen normalerweise viel zu klein sind.
- Wenn sich im Kühlschrank Wasser sammelt und man defekte Dichtung, offenstehende Tür etc. ausschließen kann, dann liegt’s meistens am verstopften Abflussloch hinten unten. Das lässt sich mit einem Pfeifenreiniger recht gut sauber machen.
- Wenn du in der Küche größere Löffel, Kellen u. ä. immer griffbereit haben willst und über Hägeschränke verfügst, dann drehe von unten in die Hängeschrankunterseiten in entsprechendem Abstand zwei Haken. Dort hinein eine mit S-Haken bestückte Gewindestange legen (die wird quasi unsichtbar, weil sie sich im toten Winkel befindet) und die beiden Schraubhaken soweit verdrehen, dass die Stange nicht mehr weg kann. An die S-Haken kannst du jetzt die Küchenutensilien hängen.
- Rundhölzer exakt mit Bohrungen zu versehen ist nicht ganz einfach. Es wird aber durch einen Rundholzhalter wesentlich erleichtert. Nimm’ dazu zwei Rundholzreste von je ca. 20cm Länge, versieh’ deren Enden mittig mit quer verlaufenden Bohrungen und verbinde die beiden parallel liegenden Rundholzreste anschließend mit zwei Schrauben. Jetzt hast du in der Mitte zwischen den beiden Rundhölzern die Vertiefung, in die das exakt zu bohrende Rundholz sicher und fest eingelegt werden kann.
- Klemmende Reißverschlüsse gehören weitgehend der Vergangenheit an, wenn du einmal täglich mit einem Bleistift über die Zacken des Verschlusses fährst. Warum? Die Bleistiftmine enthält Graphit und das ist ein Schmiermittel.
- Wenn du irgendwo Nägel einschlagen musst, aber deine Finger dabei schonen willst (Bastler erkennt man bekanntlich am rotblauen Daumen!) dann halte den Nagel mit einer Holz-Wäscheklammer. Der tut das Draufhauen nicht weh!
- Wenn du einen Weithalstrichter brauchst, bspw. zum Nachfüllen vom Spülmaschinen-Salz, sowas aber nicht hast, dann hilft eine Plastikflasche mit breiter Öffnung weiter. Einfach von besagter Flasche den Boden abschneiden, Kanten mit dem Feuerzeug entgraten und fertig ist der Weithalstrichter.
- Wenn du verchromte Armaturen mit der Wasserpumpenzange bearbeiten musst, dann wickle Klebeband (am besten Malerkrepp) um die Stelle, an der die Zange anzusetzen ist. Das vermeidet Kratzer. Bei festsitzenden Perlatoren tun es anstelle des Klebebandes auch ein oder mehrere Gummiringe.
- Wenn Holz im Außenbereich gestrichen werden muss und eine Grünfärbung durch Algen, Moose, Flechten u. ä. aufweist, dann entfernt man das Grünzeug zuvor am einfachsten und schnellsten zuverlässig mit dem Gasbrenner.
- Wenn bei Renovierungsarbeiten eine Leiter an eine frisch tapezierte oder gestrichene Wand gestellt werden muss, dann verhindern saubere (!) Gummihandschuhe an den Leiterenden, dass die Wand gleich wieder von der Leiter verschmutzt wird.
- Wenn man beim Tapezieren Nägel in die vorhandenen Dübellöcher steckt und die neue, nasse Tapetenbahn mit der Bürste über diese Nägel schlägt, dann findet man auch hinterher die Dübellöcher noch zuverlässig wieder.
- Wenn man nach erfolgter Tapezieraktion für das nächste Mal vorbeugen will, dann befestigt man an der Wand und hinter einem Bild (also praktisch unsichtbar) einen kleinen Zettel, auf dem die Tapetendaten (bspw. spaltbar, Anzahl der Rollen, Kleberart u. ä.) vermerkt sind. Das nächste Tapezieren, meist erst nach Jahren, wird dadurch merklich vereinfacht.
- Wenn man bei Maler- und Streicharbeiten eine Pause einlegen will oder muss bzw. sogar erst am nächsten Tag weitermachen kann, dann müssen die Pinsel dazu nicht zwangsläufig immer gereinigt werden. Zumeist reicht es völlig aus, sie mit der Borstenseite in einen luftdicht schließenden Plastikbeutel zu geben und den mit Gummiringen am Pinselstiel zu verschließen. Das Werkzeug kann dann unmittelbar wieder verwendet werden. Erfahrungsgemäß lassen sich so max. zwei Tage überbrücken.
- Wenn du Schnürbänder hast, die mit entnervender Bosheit immer wieder nach soundsoviel Metern von alleine aufgehen, dann nimm’ einen Plastikhandschuh. Zwischen Daumen und Zeigefinger einen Tropfen Uhu geben und damit am Schnüsenkel entlang fahren. Trocknen lassen. Die Schnürsenkel werden jetzt etwas starr und ihre Oberfläche rau, so dass sich nichts mehr von selbst löst.
- Wenn man Gips ganz schnell abbinden lassen will, dann etwas Salz hinzufügen. Soll er hingegen sehr langsam abbinden, dann etwas Essig oder Zitronensäure oder Spiritus untermischen.
- Wenn man vermeiden will, dass das Holz beim Einschlagen eines Nagels splittert, dann zuerst mit dem Hammer einen Schlag auf die Nagelspitze geben, so dass die stumpf wird. Der Nagel reißt dadurch die Faser und spaltet sie nicht mehr.
- Wenn ein selten benutzter Abfluss manchmal durch penetrantes Müffeln auf sich aufmerksam macht, dann beruht das auf Faulungsprozessen. Spül’ in dem Fall einfach eine Sauerstoff abspaltende Chemikalie (Corega Tabs o. ä.) im betreffenden Abfluss runter. Hilft zwar nicht immer, aber häufig.
- Wenn du eine Schraube mit total ruiniertem Kopf rausdrehen musst (was fast unmöglich ist), dann lege ein breites Gummi (Einmachgummi o. ä.) über den Schraubenkopf, setze den Schraubenreher durch das Gummi hindurch an und drehe das Mistding raus. Oftmals funktioniert das nämlich!
- Wenn du beim Bohren den Bohrstaub nicht absaugen kannst und dennoch vermeiden willst, dass davon Wand und Fußboden eingesaut werden, dann kleb’ mit einem Tesafilmstreifen ein geöffnetes Kaffeefilter unter die Bohrstelle. Das Filter fängt den Staub zuverlässig auf.
- Wenn eine Pendel-Wanduhr nicht mehr mitspielt, dann liegt es häufig am Staub darin. In dem Falle das Gehäuse öffnen, die Uhr mit Druckluft aus der Dose ausblasen und anschließend das Uhrwerk mit Ballistol duschen. Normalerweise läuft die Uhr dann wieder.
- Wenn ein Abfluss tropft (Fallrohr, Dachrinne o. ä.) und keine passende Dichtung zur Hand ist, dann wirken breites, wasserfestes Leukoplast (Apothekenware) oder selbstverschweißendes Pannenband vom Baumarkt-Grabbeltisch (so eine Art “Teer von der Rolle”) wahre Wunder. Muss aber beides nach ein paar Jahren erneuert werden, also nach Ablauf der typischen Lebensdauer einer Dichtung.
- Wenn du beim Sägen verhindern willst, dass das Holz ausreißt, dann klebe einen fest haftenden Tesafilmstreifen vor dem Sägen über die künftige Schnittkante. Es wird durch den Streifen hindurch gesägt. Hinterher dessen Reste nach außen hin abziehen.
- Wenn der Kugelschreiber nicht schreibt, dann ist er entweder leer bzw. eingetrocknet oder aber es hat sich ein harter Wachspropf auf der Kugel gebildet. Im letztgenannten Fall hilft es, wenn man kurz mit der Feuerzeugflamme über die Minenspitze geht: Das Wachs schmilzt und das Ding schreibt wieder.
- Wenn du in Innenräumen Risse oder Fugen in Wänden abdichten willst, dann nimm’ dazu Acrylkartuschen. Das Zeug kann nämlich überstrichen und übertapeziert werden. Mit Silikon funktioniert das nicht, weil das wasserabweisend ist.
- Wenn du ein gutes Flüssigholz zum Verschließen von breiten Fugen zwischen Tür- oder Fensterrahmen und Mauerwerk brauchst, dann mische Sägespäne mit Acrylfarbe, bis daraus eine formbare Masse ähnlich Kinderknete entstanden ist. Ab damit in die Fugen. Braucht aber ein paar Tage zum Aushärten.
- Wenn du Silber in Form von Schmuck oder Münzen vor dem Anlaufen schützen willst, dann sprühe es mit oder weiche es in Ballistol-Öl ein. Das Öl mehrere Stunden bis zwei Tage einwirken lassen. Anschließend das Silber gut abwischen und wegpacken. Es läuft nicht mehr an.
- Wenn du Leder (Jacken, Taschen, Handschuhe, Schuhe, Couchgarnitur etc.) schön glatt, geschmeidig und wasserabweisend halten willst, dann sprühe es mit Ballistol-Öl ein. Abwischen, auslüften lassen und gut.
- Wenn du ein Holz-Vogelhaus imprägnieren willst, dann sammele viele Kerzenreste. Die in einer Blechdose möglichst heiß aufschmelzen (müffelt, daher draußen machen), dann die Dose mit einer Gripzange fassen und das dünnflüssige Wachs überall auf den Außenseiten des Vogelhauses verteilen. Hält bei mir bis jetzt seit gut zwei Jahrzehnten.
- Wenn du Styropor (inklusive Deckenplatten) schnell und fest verkleben willst, dann nimm’ etwas Montageschaum auf ein Brett, warte kurz bis zum Aufquellen und streiche die Masse glatt. Das, was am Werkzeug hängenbleibt, wird hauchdünn auf’s Styropor gestrichen und verklebt den sofort bombenfest.
- Wenn sich bei deiner Waschmaschine ewig der Keilriemen löst, weil sich die Schraube von der Keilscheibe rausdreht, dann schmiere etwas Farbe an das Schraubengewinde, bevor du die wieder reindrehst.
- Wenn du ausgerissene Schrauben in Spanplatten reparieren musst, dann kleb’ abgebrochene Streichhölzer in das Schraubenloch, damit das Gewinde wieder fassen kann. Bei größeren Löchern verwende Zwei-Komponenten-Kleber auf der Basis von Epoxidharz. Das hält dann ewig.

Küche & Lebensmittel, Grillen:

- Wenn du Eiswürfel herstellen willst, aber keine Eiswürfelform hast, dann tut es auch das Inlet aus einer leeren Toffifee-Schachtel. Das funktioniert nämlich genauso gut. Die Eiswürfel sind dann eben bloß Halbkugeln und keine Würfel.
- Wenn du eine Zitrone schön saftig haben willst, dann leg’ sie vor dem Aufschneiden auf den Tisch und rolle sie unter leichtem Druck ein paarmal hin und her.
- Mohrrüben zu schälen ist manchmal eine langwierige Arbeit. Mit einem nassgemachten (sauberen) Metallschwamm zur Topfreinigung geht es einfacher und schneller.
- Wenn du ein Problem mit Essigfliegen (Obstfliegen) hast, dann nimm’ ein kleine Schale und fülle da etwas Wasser, ein paar Spritzer Essig, etwas Fruchtsaft und einen Spitzer Spülmittel rein. Die Fliegen werden vom Geruch angelockt und können aufgrund der durch das Spülmittel veränderten Oberflächenspannung des Wassers diese Fliegenfalle nicht mehr verlassen. Sie ertrinken.
- Wenn du deinen Tee schneller abkühlen willst, dann nimm’ dazu Saftreste, die in der Eiswürfelform eingefroren worden sind. Die aromatisieren den Tee zusätzlich auch noch.
- Wenn du dir beim Abpellen von Pellkartoffeln nicht die Finger verbrennen willst, dann gib’ die Kartoffeln unmittelbar nach dem Kochen für einen kurzen Moment in Eiswasser: Du kannst die Schale jetzt kinderleicht sogar mit den Fingern abziehen!
- Frische Küchenkräuter verderben schnell. Schneide sie klein und gib’ sie in eine Eiswürfelform. Anschließend mit Olivenöl auffüllen und ab in die Gefriertruhe damit. Künftig wird nur noch der Kräuterwürfel entnommen, den du gerade zum Kochen benötigst.
- Wenn du einen Holzkohlengrill mit Spiritus anzünden willst, dann gib’ die Holzkohle in die Feuerschale und weiche sie mit Spiritus ein. Danach ein paar Minuten warten: Der Spiritus verdunstet zum Teil und wird zum Teil von der Kohle absorbiert (erkennbar am Knacken der Kohle). Wenn alles wieder trocken aussieht und sich nicht selbst entzündet hat, ein zweites Mal Spiritus drüber geben und anschließend aus sicherer Entfernung ein brennendes Streichholz drauf werfen: RUMMMSSSS!!! Wenn der Grill stehen bleibt, dann brennt er jetzt auch zuverlässig.
- Wenn die Grillkohle jedweder Art nicht richtig brennen will, dann kann man recht gut mit dem Föhn (besser: Heißluftpistole) nachhelfen.
- Wenn man einen Kochtopf unmittelbar vor der Benutzung gründlich ausspült und noch nass verwendet, dann ist die Gefahr des Anbrennens wesentlich geringer.
- Wenn du feststellen willst, ob das Öl zum Braten heiß genug ist, dann halte ein kleines Holzstäbchen rein. Bei hinreichend heißem Öl bilden sich kleine Blasen am Stäbchen.
- Wenn du weiche Früchte wie bspw. frische Erdbeeren zu Dekozwecken in Scheiben schneiden willst, dann ist der Eierschneider das perfekte Werkzeug dafür.
- Wenn du bei einer Tütensuppe nur zwei Drittel der vorgeschriebenen Wassermenge nimmst, dann hast du auf die Schnelle ‘ne prima Soße.
- Wenn du vergessen hast, tiefgefrorenes Essen aufzutauen und das Essen sich in einem dichtschließenden Beutel befindet, dann gib’ besagten Beutel für eine halbe Stunde in einen Topf mit warmem oder heißem (nicht kochendem) Wasser und anschließend ist’s aufgetaut.
- Wenn das Brötchen nach ein oder zwei Tagen hart geworden ist, dann kann man es trotzdem noch essen: Brötchen halbieren und die Außenseite mit etwas Wasser einreiben. Brötchenhälften bebuttern und für ein paar Minuten auf dem Toaster aufbacken. Das ist dann wieder außen knusprig und innen weich.
- Wenn du für Nudeln eine schnelle Soße brauchst, dann nimm’ dazu ein bis zwei Gläser Babybrei. Muss nur noch nachgewürzt werden.
- Die Frische von Eiern lässt sich leicht testen, indem man das Ei in einem hinreichend breiten Glas mit Wasser versenkt. Ist es ganz frisch, dann liegt es am Boden. Ist es drei Tage bis drei Wochen alt, dann steht es im Wasser senkrecht. Noch ältere Eier schwimmen oben und sind i. d. R. verdorben. Dieses Verhalten rührt daher, dass im Laufe der Zeit das Wasser im Hühnerei verdunstet und sich somit die Luftkammer im Innern vergrößert.
- Wenn das Salz im Streuer klumpt, dann einfach ein paar Reiskörner mit reingeben. Die Reiskörner nehmen die Feuchtigkeit auf und das Salz bleibt streufähig.
- Wenn du einen großen Vogel (Pute o. ä.) zubereiten musst und das Viech noch nicht weit genug aufgetaut ist, dann stell’ es mit dem Hals nach unten senkrecht in einen hinreichend großen Topf und gieße möglichst heißes Wasser sowohl in den Topf wie auch (wichtig) in den Vogel selbst. Nach zehn Minuten ist das aufgetaut.
- Wenn die Brötchen von gestern eine schöne, knusprige Brotkruste (Rösche genannt) bekommen sollen, dann spül’ sie kurz ab und leg sie zum Aufbacken noch feucht auf den Toaster.
- Wenn dir die Soße beim Essen zu dünn geraten ist und du sie ganz schnell noch andicken musst, dann gib’ Paniermehl da rein. Funktioniert besser als alles andere und schmeckt obendrein noch gut!
- Wenn du richtig scharfe Chilis (so die Richtung Jolokia, Scorpion, Reaper) verarbeiten musst, dann zieh’ dazu PE-Einmalhandschuhe an, weil Latex, Vinyl, Nitril und solches Zeugs sich binnen Rekordzeit durch den Capsaicinsaft auflösen und die Chilis ungenießbar werden lassen.
- Wenn die Butter zu hart zum Schneiden oder zum Streichen ist, dann schneide sie mit einem Spargelschäler. Dann geht’s!
- Wenn du Eier kaufst, dann öffne den Eierkarton und fahre mit dem Finger über die Eier. Was sich dabei bewegt ist OK. Was sich nicht bewegt ist festgeklebt weil kaputt.
- Wenn es mit dem Essen mal schnell gehen muss, dann nimm’ zwei Dosen des gleichen Inhalts, aber von verschiedenen Herstellern (wichtig!). Mit ein paar Gewürzen zusammenkochen und schon hat man ein wohlschmeckendes Gericht.
- Wenn du nicht weißt, ob die Eier bei dir im Kühlschrank gekocht oder roh sind, dann nimm’ sie raus, leg’ sie auf eine glatte Oberfläche und drehe sie. Gekochte Eier rotieren. Rohe Eier dagegen taumeln, weil sich das Eigelb darin bewegen kann.

Gesundheit:

- Wenn du Gelenkbeschwerden durch Arthrose hast, dann mische Koriander, Kreuzkümmel und Muskat zu gleichen Teilen. Davon täglich 1-2 Messerspitzen voll an das Essen gegeben und die Gelenkbeschwerden bessern sich binnen weniger Wochen, weil der Körper mehr “Schmiermittel” erzeugt. Funktioniert wirklich!
- Wenn man hungrig zum Lebensmitteleinkauf geht, dann kauft man instinktiv mehr als man wirklich benötigt. Kaut man während des Einkaufs aber ein Kaugummi, dann wird das Hungergefühl überlistet und man nimmt wirklich nur noch das, was man auch braucht.
- Wenn dich eine Mücke gestochen hat, dann lindert Zahnpasta auf der Stichstelle den Juckreiz.
- Gegen einen Wespen- oder Bienenstich hilft es zuverlässig, eine frisch aufgeschnittene Zwiebel für ca. zehn Minuten auf die Stichstelle zu drücken. Funktioniert so: Der Zwiebelsaft zersetzt sich an der Luft und spaltet dabei winzigste Mengen an Schwefelsäure ab (die u. a. zum Tränen der Augen führen). Besagte Schwefelsäure wiederum zersetzt das Gift.
- Wenn deine Nase komplett verstopft ist und auch Inhalieren ebensowenig wie Nasenspray bringt, dann stelle abends vor dem Schlafengehen ein Schälchen mit einer frisch zerkleinerten Zwiebel auf den Nachtschrank. Am nächsten Morgen ist die Nase frei. Hilft manchmal auch gegen das Schnarchen.
- Wenn dich der Heuschnupfen quält, dann kannst du selbst desensibilisieren. Iss’ dazu im Winterhalbjahr wöchentlich zwei gestriche Teelöffel von Blütenpollen vom Imker deines Vertrauens. Der darauf im Frühjahr und Sommer folgende Heuschnupfen verläuft wesentlich weniger ausgeprägt oder entfällt sogar ganz. Funktioniert zwar nicht immer, aber meistens.
- Wenn du rohe Fische verarbeitet hast und den Geruch an den Händen nicht mehr loswirst, dann wasche sie mit Zahnpasta. Meistens hilft das.
- Wenn deine Haut im Winter austrocknet und rissig wird, weil du bspw. ein bei Wind und Wetter radfahrender Briefträger bist oder sowas, dann schmelze zwei Teile Vaseline mit einem Teil Bienenwachs im Wasserbad zusammen. Damit eingeriebene Hände werden für zwei Tage wasserfest und die Haut reißt nicht mehr auf.

Schädlinge:

- Wenn du eine Ameisenstraße im Haus hast, dann sprühe Haarspray darauf und wiederhole das ein paar Tage lang. Danach sind die Ameisen verschwunden. Funktioniert so: Ameisen sind Tracheenatmer. Das Harz aus dem Haarspray verklebt ihre Tracheenöffnungen und die Mistviecher ersticken.
- Wenn du Insekten vom Dachgebälk fernhalten willst, dann gibt es ein einfaches und zuverlässiges Mittel: Besorg’ dir etwas Schwefelpulver, Kaliumpermanganat, Reagenzglasklammer und ein großes Reagenzglas. Schwefelpulver und Kaliumpermanganat hinein geben und bei niedriger Temperatur (Kerzenflamme, KEIN Gas!) zusammenschmelzen; die Schmelze anschließend auf ein Stück nasses Toilettenpapier schütten. Es bildet sich ein kleiner Fladen, den man nach dem Abkühlen in Ritzen und Öffnungen des Dachgebälks geben kann. Das Permanganat oxidiert langsam den Schwefel, so dass beständig winzige Mengen an Schwefeldioxid abgegeben werden. Insekten mögen das gar nicht. ACHTUNG, GEFÄHRLICH: Bei zu hoher Schmelztemperatur explodiert die Mischung!
- Ameisen sind widerliches Viehzeug und manchmal finden sie auch den Weg nach drinnen. Ein einfaches Mittel, um sie loszuwerden, besteht aus Backpulver, dem man etwas (wenig!) Puderzucker beigemischt hat. Das wird etwa drei Tage lang entlang der Ameisenstraße ausgestreut. Funktioniert so: Aufgrund des Zuckeranteils fressen die Ameisen die Mischung. In deren Mägen wird das Backpulver feucht und gibt massenhaft Kohlendioxid ab. Die Mistviecher zerplatzen von innen her. Funktioniert auch hervorragend gegen Silberfische!
- Wenn man vergleichsweise kleine Gegenstände mit Holzwurmbefall retten will, dann gibt man sie an einem richtig heißen Sommertag in einen luftdicht verschlossenen, schwarzen Müllsack und stellt den für ein paar Stunden in die pralle Sonne. Die darin auftretende Hitze überlebt kein Holzwurm und umweltschonend ist das Ganze obendrein noch.
- Wenn du Ratten und Mäuse vom Hühnerfutter fernhalten willst, dann mische geschrotete, getrocknete, scharfe Chilis darunter. Vögel, und dazu zählen bekanntlich ja auch die Hühner, schmecken die Schärfe nicht. Sie bemerken keinen Unterschied. Für die Schädlinge dagegen wird das Futter ungenießbar.
- Wenn du Waschbären verscheuchen musst, dann ist ein solarbetriebener LED-Strahler mit Bewegungsmelder ein zuverlässiges Verfahren.

 

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